Die USA ziehen 12.000 Soldaten aus Deutschland ab

Die USA machen offensichtlich ernst und ziehen 12.000 Soldaten aus Deutschland ab.

Aber keine Sorge, Deutschland hat ja noch die Bundeswehr. Da kann dann ja eigentlich gar nichts passieren. Die Bundeswehr besitzt ja mindestens einen Panzer, welcher derzeit theoretisch einsatzbereit wäre, Gewehre von Heckler und Koch, die manchmal auch treffen, Munition, sofern sie nicht irgendwo verschwunden ist, Marinehubschrauber, die wegen Rost aber besser nicht über dem Meer fliegen sollten, und Tornado Kampfjets von 1990 oder 1890. Zudem kann die Bundeswehr auch gut Brunnen bauen. Also kein Grund zur Beunruhigung.

14 Gedanken zu “Die USA ziehen 12.000 Soldaten aus Deutschland ab

  1. MIr macht der Abzug keine Sorge, auch wenn die Lage der Bundeswehr so ähnlich ist wie oben beschrieben.

    Das Brunnenbauen ist sowieso lebensförderlicher als das Kämpfen.

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  2. Das ist der Idealfall, den man jenseits von Eden kaum zu hoffen wagt …

    Bleiben die schwierigen Fragen, ab wann man denen, die lieber kämpfen als Brunnen bauen, mit Kämpfen begegnen sollte, wie groß die eigene Kampfausstattung sein muss und ob es noch andere Möglichkeiten als Kämpfen gibt …

    Und die Frage: Was hätte Jesus wohl getan? Oder ist diese Frage unzulässig?

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  3. Wenn alle Menschen beispielsweise Christen wären und auch nach der christlichen Ethik handeln würden, was bei Christen aber nicht unbedingt automatisch der Fall ist, dann bräuchte man natürlich keine Waffen.

    Deutschland ist ein unglaublich reiches Land, das sich aktuell aber aus eigener Kraft wohl kaum verteidigen könnte. Das weckt Begehrlichkeiten. Und solange die Welt so ist, wie sie ist, braucht man Möglichkeiten, um sich angemessen verteidigen zu können, so dass ein Angreifer von vornherein von einem Angriff absieht, weil die Kosten dafür zu hoch wären.
    Insofern können Waffen den Frieden garantieren. Man denke nur an den NATO-Doppelbeschluss.

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  4. Was du beschreibst, ist die eine Argumentationskette. Ich verstehe sie gut, und sie ist ja wohl auch in sich logisch (jedenfalls, wenn man ihre Voraussetzungen teilt). Dennoch hat sie mich nie wirklich zufrieden gestellt und eher Sorgen bei mir erzeugt als Sicherheit (trotz der sog. Münchener „Sicherheits“konferenz).

    Wie du sicher weißt, gibt es aber auch eine andere Argumentationskette. Sie setzt dabei ein, dass Aufrüstung den Frieden nicht sicherer, sondern unsicherer macht. Man müsste also Abrüstung attraktiv machen. Dazu könnten vertrauensbildende Maßnahmen dienen, auch die Maßnahme, ein kalkuliertes Risiko einzugehen (ohne Risiko geht es sowieso nicht). Das hieße konkret, auf Aufrüstung nicht mit Aufrüstung zu antworten und dennoch nicht sofort einen feindlichen Angriff zu fürchten.

    Ich spreche bewusst von einem kalkulierten Risiko, also keiner absoluten Wehrlosigkeit.

    Jedenfalls ist Jesus ein erhebliches Risiko für sich und die Seinen eingegangen, als er Petrus anfauchte, das Schwert stecken zu lassen – und es gibt die Kirche immer noch.

    Das Thema ist groß, und wir können es hier sicher nicht ausdiskutieren. Aber es ist schon gut, wenn man sich mal andere Sichtweisen vergegenwärtigt (man muss sie ja nicht gleich übernehmen).

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  5. … wobei Jesus mit seinem radikalen Pazifismus natürlich auch am Kreuz endete.
    Schon Martin Luther hatte mit seiner Zwei-Reiche-Lehre versucht, darauf zu reagieren, dass die Welt eben nicht nur aus Christen besteht, die christlich ethisch handeln. Den reinen Pazifismus der Bergpredigt kann man in der Welt kaum konsequent leben. Ich glaube, er bleibt immer eine hohe Messlatte, in deren Richtung man steuern sollte, die man aber kaum wirklich erreichen kann. Im Privaten vielleicht schon, aber zwischen Staten wird es dann schwierig.

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  6. Wenn sich jeder von der jeweils anderen Seite bedroht fühlt und Angst vor einem potentiellen Angriff hat, bleibt nur die Aufrüstung, die wiederum die Aufrüstung der anderen Seite nach sich zieht und so weiter ohne Ende (oder mit ganz bitterem Ende) …

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  7. Eigentlich wollte ich nichts mehr zu dem Thema schreiben.

    Aber nun doch zum NATO-Doppelbeschluss: Niemand kann wissen, ob der NATO-Doppelbeschluss zur Abrüstung geführt hat. Denn um das zu beurteilen, müsste man wissen, ob es ohne den NATO-Doppelbeschluss nicht zur Abrüstung oder ebenfalls zur Abrüstung gekommen wäre. Das aber kann kein Mensch wissen, weil die Geschichte immer nur einen Verlauf nehmen kann. Und eine geschichtliche Koinzidenz ist nicht schon eine Kausalität.

    Im übrigen hat die Sowjetunion nach dem NATO-Doppelbeschluss erstmal mit atomaren Kurzstreckenraketen aufgerüstet. Und dass es dann 6 Jahre später zu erneuten Abrüstungsverhandlungen kam, ist m.E. nicht dem NATO-Doppelbeschluss zu verdanken, sondern einem ehrenwerten Herrn namens Michail Gorbatschow, der dem Westen gegen starke innenpolitische Widerstände die Abrüstung der strategischen Atomwaffen anbot und ohne Gegenleistungen einen Teil der sowjetischen Truppen aus dem Ostblock vollzog.

    Dabei mögen wirtschaftliche Probleme der Sowjetunion eine Rolle gespielt haben. Aber unter den alten Machthabern Breschnjew & Co. wäre es zu einseitiger russischer Abrüstung wohl kaum gekommen.

    Im übrigen ist heute bekannt, dass es im November 1983 beinahe zu einem Atomkrieg gekommen wäre, als ein NATO-Manöver von russischer Seite als Tarnung für einen atomaren Erstschlag fehlgedeutet wurde und bereits Maßnahmen dagegen eingeleitet wurden.

    Für mich stellt es sich deshalb so dar, dass der NATO-Doppelbeschluss nicht den Frieden gesichert, sondern gefährdet hat. Und es ist bis heute so, dass die atomare Schlagkraft der NATO um ein Vielfaches größer ist als die Russlands. Zudem ist Russland von amerikanischen Militärbasen in aller Welt geradezu umzingelt, wie ein Blick auf entsprechende Karten zeigt (z.B. https://www.siper.ch/frieden/infografiken/).

    Entschuldige bitte die Länge des Beitrags, aber wenn ich erstmal dabei bin, fällt es mir schwer, mitten drin aufzuhören. Ich will auch nicht besserwisserisch wirken, sondern nur meine Sicht darstellen, und dazu braucht es manchmal etwas mehr Raum, um nicht oberflächlich zu werden.

    Ich werde versuchen, in Zukunft dazu zu schweigen …

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