Fragenkatalog für den Einbürgerungstest veröffentlicht

Alle, die ab 1. September 2008 in Deutschland eingebürgert werden wollen, müssen — neben weiteren bürokratischen Hürden — dann auch einen Einbürgerungstest bestehen. Mit dem bundeseinheitlichen Einbürgerungstest sollen „Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland“ nachgewiesen werden. Diese werden ab dem 1. September 2008 als zusätzliche Einbürgerungsvoraussetzung verlangt.

Bei dem Test handelt es sich um einen Multiple-Choice-Test, der pro Frage vier Antwortmöglichkeiten vorgibt, von denen jeweils nur eine richtig ist. Wer auf dem Prüfungsfragebogen 17 der 33 Fragen richtig angekreuzt hat, hat den Test bestanden.

Die 33 Fragen stammen aus einem Gesamtfragenkatalog mit 300 allgemeinen Fragen zum Thema

  • „Leben in der Demokratie“,
  • „Geschichte und Verantwortung“ sowie
  • „Mensch und Gesellschaft“

Dazu kommen 10 landesbezogene Fragen, die nur für das jeweilige Bundesland zu beantworten sind: Landeshauptstadt, Landeswappen, etc.

Den Gesamtfragenkatalog und die Fragenkataloge der Länder gibt es als Download auf der Webseite des Bundesministerium des Inneren.

(Quelle: Bundesministerium des Inneren, Pressemeldung vom 7. Juli 2008)

Foto: hofschlaeger, http://www.pixelio.de

Das Magazin Geo hat aus den 300 allgemeinen Fragen ein Deutschland-Quiz zusammengestellt. Testen Sie sich selbst — wären Sie fit für Deutschland?

Bei YouTube gibt es einen Videoclip, der zeigt, was bei einem Einbürgerungstest so alles passieren kann (Vorsicht: Satire!):

Mehr zum Thema:

8 Gedanken zu “Fragenkatalog für den Einbürgerungstest veröffentlicht

  1. ich habe die tests mal durchgeführt – und darf weiter hier wohnen bleiben. wer hätte das geahnt…:-)

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  2. Danke für den Hinweis!
    Die YouTube-Version zum Film gibt es oben im Beitrag.

    @andy55:
    Ja, ich hatte – bis auf eine Frage – auch alles richtig.

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  3. Der Film — zumindest das was ich davon gesehen habe — ist witzig, hat aber einen ernsten Hintergrund. Wir können nicht den „Einbürgerungswilligen“ einfach nur einen Fragenkatalog vorlegen, um sie auf unsere Lebensverhältnisse einzustimmen, sondern müssen uns auch als Deutsche um Kontakt zu ihnen bemühen:

    http://einsinchristus.wordpress.com/2006/06/20/komm-wir-gehen-zu-amadou-wo-treffen-sie-auslander-die-sie-mit-namen-kennen/

    Für sehr sinnvoll halte ich auch „Bildungspatenschaften“ für Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien. Mehr dazu hier: http://www.aktion-zusammen-wachsen.de

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